DREI Fragen ueber Psychische Gesundheit und Wechseljahre

Novmeber 2018

Ich habe diesen Beitrag zum ersten Mal im Maerz 2018 veroeffentlicht

Maerz 2018

Ich bin 47 und hatte gehofft, dass ich in dem Alter gluecklich sein koennte und ein gewisses Mass an Heilung meiner psychischen Gesundheit und meiner Erfahrungen von Missbrauch in meiner Kindheit gefunden haette.  Naja, um ehrlich zu sein, dachte ich nie, dass ich so alt werden wuerde. Als Teenager, dachte ich, ich wuerde die magische drei null nicht ueberleben. Allerdings ueberlebte ich wie es scheint durch ein Wunder.

Heute denke ich, dass dieses Denken einfach nur eine Phase im Leben darstellte. 30 ist eine Zeit, in der sich viel fuer eine Frau aendert. Der Koerper sagt Ihr, doch bitte endlich Kinder zu bekommen und sich niederzulassen. Das habe ich versucht. Nicht sehr hart aber ich habe es versucht. Das hat aber nicht funktioniert. Fuenf Jahre spaeter habe ich das Handtuch geschmissen, meinen damaligen Mann verlassen und neu angefangen. Das hat mich in das Land, in dem ich immer leben wollte gebracht aber auch zu einem Mann, der sehr viele Probleme hatte und sie an mir auslies. Weitere fuenf Jahre spaeter habe ich auch ihn verlassen und meinen Traummann gefunden.

Ich dachte, ich haette es endlich geschafft aber ziemlich bald spielte meine psychische Gesundheit nicht mehr mit. Bevor ich mit dem besten Ehemann (Jeremy Clarkson Stimme) in der Welt zusammen war, lebte ich in einem Zustand staendiger Wachsamkeit und Angst. Mir war das nicht wirklich bewusst, da es damals “normal” war, und ich es geschafft hatte meine Gefuehle sehr erfolgreich zu unterdruecken. Als ich meinen Mann traf, hatte ich endlich die Chance, mich sicher und gluecklich zu fuehlen aber natuerlich kam die Angst zurueck. Und das mit voller Macht. Man fuehlt die Angst und Panik nicht so sehr wenn sie immer da ist. Aber sie fuehlt sich schlimmer an, wenn sie nicht immer da ist. Macht das Sinn?

Nun bin ich fast 50 und etwas anderes kommt zu meinen Problemen hinzu. Meine Periode hat schon seit ein paar Jahren verrueckt gespielt. Ich lebe mit Fibromen (gutartige Geschwuelste in der Gebaermutter), die sehr schmerzhaft sein koennen und die Periode durcheinander bringen. Hier wird behauptet, dass sie waehrend der Wechseljahre von alleine verschwinden aber es kommt mir so vor, als ob niemand so richtig weiss, was fuer einen Einfluss die Wechseljahre auf unterschiedliche Frauen haben und schon gar nicht, was sie mit Frauen, die Missbrauch in der Kindheit ueberlebt haben und/oder psychische Probleme hat, macht.

Deshalb haben sich mir drei Fragen gestellt:

  1. Inwieweit hat meine jetztige psychische Krise mit meiner mentalen Gesundheit und inwieweit mit meinen Hormonen zu tun.
  2. Inwieweit sind meine physischen Schmerzen psychosomatisch oder vom altwerden beeinflusst?
  3. Hat man mich richtig diagnostiziert?

 

1 Inwieweit hat meine jetztige psychische Krise mit meiner mentalen Gesundheit und inwieweit mit meinen Hormonen zu tun

Die NHS (englisches Gesundheitssystem) sagt ueber die Menopause (nicht offizielle Uebersetzung von mir):

Die Menopause bedeuted, dass Frauen keine Periode mehr haben und nicht mehr unter natuerlichen Umstaenden schwanger werden koennen. 

Die Perioden werden normalerweise zwischen ein paar Monaten oder Jahren unregelmaessig bevor sie ganz aufhoeren. 

Die Menopause ist ein natuerlicher Teil des alt werdens und findet normalerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr statt, da der Oestrogenspiegel sinkt. In Grossbritannien erreichen Frauen die Menopause im Durchschnitt im Alter von 51.  

Allerdings erleben 1 von 100 Frauen die Menopause vor dem 40. Lebensjahr. Das ist als fruehzeitige Menopause …. bekannt.

Sieht so aus, als ob ich voll in die Wechseljahre passe. In den letzten Jahren hatte ich oft in Therapie gesagt, dass das Muster meiner Krisen nicht mehr stimmen. Ich habe mich soweit mit meiner Vergangenheit abgefunden und obwohl noch einiges im Dunkeln liegt, habe ich beschlossen es da zu lassen. Wenn ich jetzt so darueber nachdenke, sehe ich dass ich einige der Symptome von den Wechseljahren erlebt habe. Allerdings erleben Frauen in Grossbritannien die Menopause druchschnittlich mit 51. Damit waere ich ein wenig jung aber ich bin ja auch nicht Britisch.

Ich habe auch angefangen, mich zu fragen, ob kinderlose Frauen die Menopause frueher bekommen. Ich wollte meine Stiefmutter dazu fragen, allerdings war ich noch nicht mutig genug. Ich hatte beim Doktor nachgefragt, aber meiner Erfahrung nach denken die meist direkt an meine psychischen Schwierigkeiten und an nichts anderes, was mich dazu bringt, Ihr Vorgehen in Frage zu stellen. Obwohl ich mich gut bei meinem Doktor gut aufgehoben fuehle, wenn es um meine psychische Gesundheit geht, habe ich mich doch zu wundern begonnen, ob das alles ist.

2. Inwieweit sind meine physischen Schmerzen psychosomatisch oder vom altwerden beeinflusst?

Ich war in den letzten Jahren oft beim Arzt wegen meiner Schmerzen waehrend der Periode, meiner Bauchschmerzen, meiner Kopf~ und Nackenschmerzen und meiner Knochen~ und Gelenkschmerzen aber es gibt eben absolut keinen physischen Grund fuer all das. Natuerlich weiss ich, dass schlechte psychische Gesundheit den Koerper beeinflusst. Psychosomatische Schmerzen sind bekannt aber mit fast fuenfzig verschleisst der Koerper ja auch ganz schoen. Ich bin nicht dafuer bekannt, dass ich jemals sportlich war oder besonders auf meinen Koerper aufgepasst haette. Das ist ein anderes Problem, mit dem man sich als Ueberlebender von Missbrauch herumschaegt. Der Koerper ist der Teil, der oft die Erinnerungen an den Missbrauch noch gespeichert hat waehrend man sich dessen oft nicht mehr bewusst ist. Deshalb versucht man oft den Koerper zu vergessen, um nicht an den Missbrauch erinnert zu werden.

Aber vielleicht ist meine Frage einfach die falsche. Vielleicht kann man die Frage, ob es der Missbrauch/schlechte psychische Gesundheit oder alt werden ist, einfach nicht beantworten aber wie man damit umgeht bleibt das Gleiche: sich mehr bewegen und gut auf den Koerper aufpassen mit gesundem Essen, genug trinken und Nahrungsergaenzungsmittel einnehmen, falls man daran glaubt.

3. Habe ich die richtige Diagnose?

Ich frage mich das schon eine Weile. Ich kriege eine Krise, ich habe Therapie, lerne mit meinem Leben umzugehen, mit den Uebungen von der Therapie und dann bekomme ich wieder eine Krise. Wozu das Ganze? Sind die Uebungen die richtigen oder brauche ich etwas anderes? Ich bin wieder auf der Warteliste fuer Kognitive Verhaltenstherapie und ich denke ich werde dann genau diese Frage stellen. Oder vielleicht muss ich das ganze Diagnose Ding fallen lassen und es etwas mehr spirituell angehen. Ich weiss es nicht. Ich fuehle mich verwirrt, bin so an dem Punkt angekommen, an dem ich einfach nicht mehr weitermachen kann wie bisher aber habe auch keine Idee wie anders.

Ich erinnere mich an ein Kapitel in “Trotz Allem”, das besagte, dass man beim Heilen von Missbrauch an einen Punkt kommt, an dem einfach alles zusammenbricht. Man kann einfach nicht mehr so weitermachen wie bisher und man muss einen neuen Weg finden. Das ist der Punkt, an dem richtige Heilung beginnt. Es waere schoen, wenn es so waere.

Heilung beginnt?

Um zum Anfang zurueck zu kommen: Obwohl ich wieder durch eine psychische Krise durch muss und noch keine Heilung, die ich als solche anerkennen wuerde, erfahren habe lebe ich doch in dem Land, in dem ich immer leben wollte, kann mich kreativ ausdruecken und habe einen wunderbaren Ehemann und eine wunderbare Familie. Wir leben fast am Strand. Wir haben genug zu essen. Wir haben ein Dach ueber dem Kopf. Was braucht man denn mehr?

Vielleicht ist das auch nur eine weitere Herausforderung, die es zu meistern gilt. Einfach nur neue Fragen, die ich beantworten muss und egal wie ich mich jetzt gerade fuehle wird alles gut werden. Ich denke ich koennte daran glauben. Ja, das koennte ich. Wirklich….

Ich wundere mich

Ich wundere mich allerdings, ob ich die einzige mittelalte Frau bin, die Ueberlebende von Missbrauch ist und/oder mit psychischen Problemen lebt und sich auch diese Fragen fragt und die gleichen Erfahrungen macht. Es waere schoen, von Euch zu hoeren.

Resources:

NHS ~ Menopause

Musik Montag: Ich bin zwar noch nicht 64 aber soweit ist das ja auch nicht mehr. Deshalb heute ein schoene franzoesische Version des Liedes:

 

 

THREE questions about Mental Health and Menopause

November 2018

I posted this first in March 2018

March 2018

I am 47 and I had hoped that by this age I would be in a place where I am happy and have achieved some sort of healing of my mental health and experience of abuse in childhood. Well, to be honest, I never thought I would get that old. In my teens, I was sure I would not survive the magical three zero. I did by some miracle.

Today I think this belief just showed a stage in life. 30 is a time when things change for a woman: Your body tells you that it is high time to produce some children and settle down. I tried. Not very hard but I tried and it didn’t work out. Five years later I changed everything and started anew and while it got me to the country I always wanted to live in it also got me a partner who had a lot of problems and who let it out on me. Another five years later and I let that one go too. And then I found the one.

I thought I had made it finally but pretty much immediately my mental health really played up. Before I met the best husband (Jeremy Clarkson voice) in the world I was in a constant state of alert and fright. I did not really feel it because it was “normal” and I had numbed my feelings rather successfully. Meeting my husband allowed me to feel safe and happy but the fear came back. And it came back with a vengeance. You do not feel your fear and panic so much when it is around continuously. But it feels bigger when you have a respite in between. Does that make sense?

Now I am closing in on 50 and something else adds to my problems:  My period has been playing up for several years. I live with fibroids (a non-cancerous growth in the uterus) which can be rather painful and they muddle with your period. It is said they vanish once you hit menopause but it seems to me that there is not much knowledge out there about how menopause affects different women let alone how it affects women survivors of childhood abuse and/or women who live with a mental health issue.

So I have started to ask these three questions:

  1. How much of my actual crisis is caused by my mental health and what by my changing hormones?
  2. How much of my physical symptoms is my mental health and how much is getting older?
  3. Do I have the right diagnosis?

 

1 How much of my actual crisis is caused by my mental health and what by my changing hormones?

The NHS says about menopause:

The menopause is when a woman stops having periods and is no longer able to get pregnant naturally.

Periods usually start to become less frequent over a few months or years before they stop altogether. Sometimes they can stop suddenly.

The menopause is a natural part of ageing that usually occurs between 45 and 55 years of age, as a woman’s oestrogen levels decline. In the UK, the average age for a woman to reach the menopause is 51.

However, around 1 in 100 women experience the menopause before 40 years of age. This is known as premature menopause or premature ovarian insufficiency.

So I fit the picture perfectly for being menopausal. I have often said in therapy in the last couple of years that my symptoms when I have a break down do not make sense anymore. I do feel at peace with what happened to me. There are things that are still in the dark but I have agreed with myself that those dogs are better to let sleeping. Thinking about it I had several of the symptoms stated by the NHS that you experience in menopause. However, apparently, British women experience it on average at 51. So I would be rather young. But I am not British either.

I am also wondering if women who had no children get it earlier. I wanted to ask my step mum about it who had no children of her own but so far haven’t been courageous enough. I had asked at the doctors but in my experience, GP’s directly go to the anxiety, PTSD diagnosis without considering any other possibility which makes me question their approach.  Even though I feel well treated with my new GP who seems to know a lot about mental health problems I am not so sure if that mental health thing is all there is.

2. How much of my physical symptoms is my mental health and how much is getting older?

I have been to the doctor for my menstrual pain and my period playing up, my abdominal pain, my headaches, my neck pain and my bones and joints aching. There is no physical reason whatsoever. Now I know that bad mental health affects your body too. Psychosomatic physical pain is known but of course, at nearly fifty lots of your body starts wearing out too. I also have not been known for being too physically active or taking care of my body as such. Another problem you deal with as a survivor of abuse. Your body is the part that still keeps those memories of all the pain that you experienced while being abused. Your mind might not be aware of it anymore but your body certainly is. So you try to ignore it as much as possible to not being reminded of what lies behind.

However, maybe my question is the wrong question. Maybe you can’t answer which part is mental health/abuse and which is ageing but how to deal with it is the same: getting more physically active and take care of your body with eating healthily, drinking enough and taking food supplements if you believe in it.

3. Do I have the right diagnosis?

I am asking myself that for a while. I crash, I have therapy, I deal with life with the tools I learn and I crash again. What’s the point? And if there is a point are the tools that I learn the right ones or do I need something different? I am on the waiting list for more CBT therapy and I think I need to ask exactly these questions when I go back. Or maybe I need to let the diagnosis bit go and go back to a more spiritual approach. I don’t know. I feel so confused, so at a point where I cannot get on how I used to but have no idea where to go from here.

I remember reading “The Courage to Heal”. There is a chapter where they say there is a point in your healing process where everything seems to break down. You just can’t get on how you did and you need to find your new path in life. That is when true healing begins. It would be nice if that would be the case.

Healing begins?

Coming back to the beginning: Even though I am going through another mental health crisis and have not yet achieved a healing I consider a healing: I am in the country I always wanted to live in, can express myself creatively and have a husband and family who is just plain wonderful. We nearly live at the beach. I have enough to eat. A roof over my head. What more do you need?

It might just be that this is a new challenge to deal with. Just new questions that need answering and no matter how I feel at the moment it might just work! I think I could believe that. Yes, I do. Really…

Am wondering

I am wondering if I am the only middle-aged woman who is a survivor and/or living with a mental health condition who asks herself these questions and has the same experiences. I would love to hear from you.

Resources:

NHS ~ Menopause

Music Monday: I am not sixty four yet but its not so far away anymore. So here a lovely French version of the song:

 


 

Fellow bloggers writing about mental health, growing old and surviving trauma:

Buy Kamagra Gold Online: Menopause and Anxiety (Revisited)

ActiveHistory.ca: High Risk: Women, Healthcare, Trauma and History